NIKE AIR MAX – Alle Modelle

Nike-Air-Max-Banner

shops

Das Hauptmerkmal und der Namensgeber für die Nike Air Max ist die Air Unit, die in der Zwischensohle eingearbeitet ist. Sie besteht aus einem speziell gefederten Gelkissen, das bei den meisten Exemplaren von außen sichtbar ist. Ein kleines Sichtfenster im Fersenbereich ist damit eines der wichtigsten Bestandteile an den Nike Air Max.

Modelle für Damen

Nike Air Max Thea

Nike Air Max 90

Nike Air Max 1

Modelle für Herren

Nike Air Max Tavas

Nike Air Max 90

Nike Air Max 1

nike-air-max-thea

NIKE AIR MAX THEA

Die Marke Nike im Überblick

Der Vorläufer des heutigen Unternehmens Nike wurde im Jahr 1964 unter dem Namen Blue Ribbon Sports gegründet. Die Verantwortlichen Bill Bowerman und Philip Knight arbeiteten zunächst als reiner Vertriebspartner mit der Firma Onitsuka Tiger zusammen, die heute unter dem Namen Asics bekannt ist. Diese Partnerschaft hatte noch wenig mit modernen Geschäftswegen zu tun: Im Zuge einer Weltreise besuchte Knight persönlich die Onitsuka-Fabriken in Japan und war schnell von seiner Geschäftsidee überzeugt. Deshalb bestellte er umgehend die ersten Muster. Das überschaubare Budget von 50 US-Dollar musste ihm sogar sein Vater zur Verfügung stellen und der Vertrieb beschränkte sich weitgehend darauf, die Tiger-Schuhe direkt auf Sportveranstaltungen an den Mann zu bringen.

1971 erfolgte eine Neuausrichtung und die Marke wurde nach der griechischen Siegesgöttin Nike neu benannt. Von Beginn der eigenen Produktion an lag das Hauptaugenmerk auf möglichst leichten und dennoch robusten Schuhen, die mit einer griffigen und vielseitigen Sohle ausgestattet waren. In diesem Zeitrahmen konzentrierten sich Hersteller mehr darauf, die Gelenke und Knöchel besser zu stützen und zu entlasten. 1972 wurde die erste vollständige Kollektion veröffentlicht, die genau diese Zielsetzung verfolgte. Vom berühmten Air Pad war zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts zu sehen. Erst der Nike Air Max 1 setzte diese Komponente einige Jahre später um. Die Details zu dessen Entwicklung werden weiter unten beschrieben.

 

Steigende Bekanntheit und wirtschaftlicher Erfolg: Nike und Jordan

Der folgende enorme Aufschwung des Unternehmens wurde in erster Linie durch die Zusammenarbeit mit erfolgreichen Sportlern sichergestellt. Beispielsweise erreichte der 5000-Meter-Läufer Steve Prefontaine 1972 in München mit Schuhen des Herstellers den vierten Platz. Zweifellos profitierte Nike ganz besonders von seiner frühen und langfristigen Zusammenarbeit mit Basketball-Legende Michael Jordan. Schon in dessen Rookie-Jahr, also zu Beginn seiner unfassbaren Karriere im Jahr 1984, stattete man den US-Amerikaner mit Sportartikeln und vor allem Schuhwerk aus. Das kaum bekannte Modell, das Jordan zunächst zu seinen Dunks verhalf, trug den Namen Nike Air Ship. In den nächsten Jahren mündete diese Kooperation in einer gemeinsamen Reihe, den berühmten Nike Air Jordan. Diese generierten schon in den ersten zwölf Monaten der Zusammenarbeit einen Umsatz von rund 130 Millionen US-Dollar und sollten diese Erfolgsgeschichte unaufhaltsam fortsetzen. Heute besteht wenig Zweifel daran, dass dieser Schachzug einer der wichtigsten Bausteine auf dem Weg zum weltweit führenden Sportartikelhersteller darstellte. Ursprünglich ging das Unternehmen übrigens davon aus, in den ersten drei Jahren etwa drei Millionen mit Jordan umzusetzen. Eine weitere Anekdote beschleunigte den Aufschwung wahrscheinlich noch: Nach Jordans erstem Spiel in den nagelneuen Schuhen verbot NBA Commissioner David Stern die Fußbekleidung. Die Begründung lag darin, dass das Design den einheitlichen Look der Teams untergraben würde. Nike erkannte die PR-Chance, die mit diesem Verbot einherging. In der gesamten Saison übernahm der Hersteller die Strafzahlungen, die für jeden Einsatz der Schuhe fällig wurden und trieb den Verkauf auf diese Weise wohl noch weiter voran.

Nur fünf Jahre später, 1989, konnte Nike die branchenweite Spitzenposition einnehmen. Diese ist bis heute unverändert und ein Indikator für die hohe Qualität in allen Bereichen. Der Aufstieg setzte sich unaufhaltsam fort und mündete in zahlreichen offiziellen Partnerschaften und der Übernahme einiger Konkurrenzunternehmen. 1994 nahm Nike den amtierenden Fußballweltmeister aus Brasilien unter Vertrag, 1996 bewies die Firma erneut ihr feines Gespür und integrierte den noch kaum bekannten Golfer Tiger Woods in sein Netzwerk. Wie vor ihm Michael Jordan sollte Woods seine Sportart auf eine einzigartige Weise prägen und dabei stets das ikonische Swoosh-Logo in die Kameras halten. Ähnliches galt mit Einschränkung für den Radsportler Lance Armstrong: Wenngleich dessen große Erfolge zwischenzeitlich aberkannt wurden, verhalf sein Lebenswerk dem Ausstatter zu größerer Bekanntheit. Während sowohl Woods als auch Armstrong nicht ausschließlich positive Schlagzeilen machten, hielt sich der Imageschaden für den Ausstatter jeweils stark in Grenzen.

Nachdem das Unternehmen sich 2012 als Hauptsponsor der US-amerikanischen Eishockeyliga NFL etabliert hatte, folgte ein weiterer Coup in der Welt des Basketball: Mit LeBron James schloss Nike erstmals in seiner bewegten Geschichte einen lebenslangen Werbevertrag ab. Die beeindruckende Liste der von Nike gesponsorten Sportler ist lang und umfasst Superstars aller Bereiche. Unter anderem Cristiano Ronaldo, Robert Lewandowski oder Mario Götze reihen sich schon beim Fußball ein. Mit Kevin Durant oder Kobe Bryant sponsort Nike zwei weitere Legenden der NBA, während Rafael Nadal und Roger Federer den Swoosh auf dem Tenniscourt repräsentieren. Ebenso hat Nike seine Finger bei Kampfsportarten, Leichtathletik und unzähligen weiteren Bereichen im Spiel.

1995 kaufte Nike den Eishockey-Ausrüster Canstar auf, im Jahr 2003 folgte der bekannte Konkurrent Converse. Im Zuge des stetigen, teilweise rasanten Aufschwungs wurde natürlich die Produktpalette stetig erweitert. Während Freizeit- und Sportschuhe noch immer zu den wichtigsten Angeboten gehören, findet man mittlerweile die vollständige Ausstattung bei Nike. Das umfasst Trikots, Shirts und Hosen sowie Funktionskleidung für den Winter. Darüber hinaus wird Zubehör mit dem Swoosh versehen, das unter anderem Schweißbänder, Protektoren oder die nötigen Bälle für verschiedenste Sportarten umfasst. Augenscheinlich etwas weniger Erfolg hatte der Einstieg in den Markt der elektronischen Sportartikel, vornehmlich GPS-Tracker und anderer Trainingshilfen: 2014 kündigte Nike an, die Entwicklung in diesem Bereich zu stoppen. Bisher veröffentlichte Produkte wurden in diesem Zusammenhang aber nicht vom Markt genommen.

Im Folgenden suchte Nike nach neuen Einnahmequellen und ging dafür erneut einige mutige Schritte. Das beinhaltet vor allem die Ausweitung der hauseigenen Stores namens Niketown, deren Pilotprojekt seit 1990 in Portland, USA steht. Schon 1996 folgte das heutige Aushängeschild, das mitten in Manhattan, New York steht. Mittlerweile existieren auch in Europa einige dieser Kaufhäuser. Ebenfalls erwähnenswert sind die Nike Barber Shops, die einen Friseursalon im Stile der 20er Jahre nachahmen. In diesem Zuge wurde unter anderem mit Fußballer Mario Balotelli ein Werbespot gedreht, der den Pariser Pop-Up-Store zum Thema hatte.

Das Nike-Logo

Das Logo des Swoosh und der Slogan Just do it – die Erkennungsmerkmale der Firma Nike gehören zu den am weitesten verbreiteten Markenimages der ganzen Welt. Der ikonische Haken, der meist die Flanken der Nike Air Max ziert, wurde in unzähligen Varianten nachgeahmt und gefälscht. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Entstehung: Ganze 35 US-Dollar ließ die Design-Studentin Carolyn Davidson sich das Logo kosten. Heute bildet es den Grundstein eines weltweit agierenden Milliardenkonzerns.

Die Geschichte der Nike Air Max Serie

Die Serie Nike Air Max gehört zu den bekanntesten Produkten des Herstellers. Hauptverantwortlich zeichnet Designer Tinker Hatfield, der auch bei der Entwicklung der Nike Jordan großen Anteil hatte. Entgegen der verbreiteten Meinung waren die Nike Air Max zwar das erste veröffentlichte Modell mit einem zusätzlichen Gel- oder Luftkissen in der Sohle, zunächst war aber ein anderer Schuh dafür vorgesehen. Stattdessen sollte die Idee beim Air Stab übernommen werden. Aus unbekannten Gründen trat der Nike Air Max 1 aber zuerst an die Öffentlichkeit, als er 1987 vorgestellt wurde. Der Air Stab wurde erst 1988 released. Er zeichnete sich dadurch aus, dass das ikonische Sichtfenster über der Air Unit durch zusätzliche Verbindungsstreben verstärkt war. Das sollte die seitliche Stabilität noch weiter erhöhen. Wenngleich der Air Stab durchaus eine Fangemeinde hat, ist sein Erfolg nicht mit dem Air Max 1 zu vergleichen. Deshalb verschwand das Modell zwischenzeitlich für über ein Jahrzehnt aus der Produktpalette, bevor er wieder aufgenommen wurde.

Nach seiner Vorstellung eroberte der Nike Air Max 1 die Welt. Anders lässt sich die Erfolgsgeschichte der Serie nicht umschreiben: Binnen weniger Jahre erhielten die Nike Air Max einen Kultstatus in verschiedenen Subkulturen, in erster Linie in den Bereichen Hip Hop und Streetwear. Das ausgefallene Design und die komfortable Dämpfung waren für Lauf- und Sportschuhe entwickelt worden, fanden aber schnell ihren Weg in den Alltag. Nike erkannte früh das große Potential des Produkts und erschuf einige Modelle, bei denen der Fokus auf einem modischen, eleganten Äußeren lag. Gleichzeitig wurden zahlreiche Ausführungen mehr oder weniger streng limitiert, um die Nachfrage weiter zu steigern. Eines der bekanntesten Ergebnisse dieser Bemühungen ist wohl der Marty McFly Shoe: In den 80er Jahren erschien dieser in der beliebten Filmtrilogie Zurück in die Zukunft, bevor Nike sich 2015 der Idee annahm. Mitsamt der im Film vorhandenen Selbstschnür-Funktion und einer LED-Beleuchtung erzielte die Edition vierstellige Summen. Dies ist für Sammler keine Seltenheit.

Überhaupt entwickelten sich die Nike Air Max im 21. Jahrhundert zu weit mehr als einem einfachen Freizeitsneaker: In gewissen Szenen sind die Modelle ein Statussymbol. Neuerscheinungen, speziell mit begrenzter Auflage, verkaufen sich in physischen Stores sowie bei Onlinehändlern wie von selbst und manch begeisterter Fan besitzt zahlreiche Paare, die noch nie direkt mit Straßenbelag in Kontakt gekommen sind. Die Faszination, die von der Nike Air Max Serie ausgeht, ist nahezu unerreicht. Sie erlebte im 21. Jahrhundert übrigens einen ungeahnten Aufschwung: Die Serien Nike Air Max 1 und 90 galten stets als Prototyp moderner Freizeitsneaker, besaßen aber nicht ganz den heutigen Kultstatus mit unzähligen Sammlern und Fans. 2013 änderte sich das durch diverse Neuauflagen der Designer, die insbesondere – aber nicht ausschließlich – diese beiden Modelle neu belebten. Selbst der Hersteller konnte kaum mit dem wahnsinnigen Erfolg gerechnet haben. Nike Air MaxSneaker dienen längst nicht mehr als reiner Sportschuh. Die farbenfrohen Varianten werden teils als stilbrechendes Element bei Abendveranstaltungen eingesetzt und werden unter anderem in der Hip Hop Szene noch immer stolz in die Kameras gehalten.

Das macht die Nike Air Max aus

Das Hauptmerkmal und der Namensgeber für die Nike Air Max wurde bereits angedeutet. Es handelt sich um die sogenannte Air Unit, die in der Zwischensohle eingearbeitet ist. Sie besteht aus einem speziellen federnden Gelkissen, das bei den meisten Exemplaren von außen sichtbar ist. Ein kleines Sichtfenster im Fersenbereich ist damit eines der wichtigsten Bestandteile an den Nike Air Max. Diese Erfindung sorgt für den hohen Tragekomfort, den die Schuhe besonders bei längeren Strecken und harten Untergründen vermitteln. Durch die Struktur dieser Komponente wird das Auftreten deutlich abgefedert und schont so dauerhaft die Gelenke. Glaubt man der Werbung und der Erfahrung unzähliger Liebhaber, so geht man auf den Nike Air Maxwie auf Wolken. Darüber hinaus konnte sich die Konkurrenz dieser Idee nicht lange verwehren: Nahezu alle bekannten Sneakerproduzenten führen heutzutage mehrere Modelle, die mit ähnlichen Technologien bestückt sind. Die Bezeichnung als Meilenstein in der Entwicklung der Sportschuhe ist also keineswegs übertrieben.

Genau genommen ist die Air Unit sogar noch älter als der Nike Air Max selbst. Vorgestellt hat Frank Rudy die Innovation bereits 1977, erstmals umgesetzt wurde sie zwei Jahre später: Beteiligt war wieder der oben erwähnte Designer Tinker Hatfield, der die Komponente in den Nike Tailwind integrierte, auf ein Sichtfenster aber verzichtete. Nachdem man das Verfahren patentieren ließ, wurde schließlich der Nike Air Max 1 vorgestellt. Als nächstes ging der Hersteller ein weiteres Problem an, dass bei den hochwertigen Modellen bestand: Mit dem Air Max Light senkte man das Gesamtgewicht der Schuhe deutlich und förderte so vor allem die Alltagstauglichkeit. Eines der wohl wichtigsten Exemplare der Serie stellt seit 1990 der Nike Air Max 90 dar, dessen markante Farbgestaltung schnell die Herzen der Fans eroberte. Neuauflagen und Sondereditionen dieses Klassikers gehören immer wieder zu den Neuveröffentlichungen des Unternehmens und die Grundvariante gilt als der wohl bekannteste Schuh der Welt.

Der unfassbare Erfolg der ersten Dämpfungssysteme bestätigte die Bemühungen von Nike. Erwartungsgemäß wurde die Technologie ständig weiter entwickelt und verbessert. Der Nike Air Max 180 besaß ein verlängertes Gelkissen, das auch im Bereich des Mittelfußes sichtbar war und dort seine Aufgabe verrichtete. Allgemein wurde die Entwicklung zu Beginn der 1990er Jahre vorangetrieben. Der Hersteller erkannte das enorme Potential und fokussierte sich weniger auf Sportschuhe im eigentlichen Sinne. Stattdessen erschienen zahlreiche Modelle, die wahlweise speziell für die Straße entwickelt wurden oder in zwei Ausführungen erschienen, die jeweils für Sport oder Alltag optimiert wurden. Der Air Max BW, der 1991 fast zeitgleich mit dem Nike Air Max 180 auf den Markt kam, war beispielsweise mit einer bequemeren Polsterung ausgestattet, um einen hohen Tragekomfort zu garantieren.

Trotz der größtenteils gemeinsamen Bemühungen von Frank Rudy und Tinker Hatfield und der langen Geschichte der Nike Air Max Reihe gelang das ursprüngliche Ziel erst im Jahr 2006: Der Nike Air Max 360 war der erste Schuh, dessen komplette Zwischensohle mit einer Air Unit ausgestattet war. Zuvor mussten stets Kompromisse eingegangen werden, die im Endergebnis meist im Vorderfußbereich auf die beliebte Dämpfung verzichteten. Das Modell vollendete die Einsatzmöglichkeiten der Gelkissen. Diese hatten zuvor 1995 einen Höhepunkt erlebt, als sie im Nike Air Max 95 durch zwei Blasen unter dem Vorderfuß ergänzt wurden.

Nike Air Max heute

Der Drang nach Innovation und neuen Ideen war damit noch nicht erschöpft. Nike ist stets bestrebt, sein Sortiment um immer neue Technologien zu erweitern, die teilweise den Markt revolutionierten. Eine der aktuellsten Ideen wurde der Öffentlichkeit im Jahr 2014 zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um die spezielle Mischung FlyKnit, die im gleichnamigen Air Max erstmals Verwendung fand. Diese besteht auf den ersten Blick aus herkömmlichen Polyestergewebe. Durch die Verwendung einer wechselnden Materialdichte strebt der Hersteller den idealen Kompromiss aus Atmungsaktivität und Stützkraft an. So ist die netzförmige Struktur im Spannbereich relativ dicht, um eine gute Stabilisation zu gewährleisten. An den Seiten sorgen grobe Maschen für die nötige Luftzirkulation. Das Mesh-Material zeichnet sich darüber hinaus durch sein leichtes Gewicht aus und kann fast beliebig eingesetzt werden. Nike war nicht die erste Marke mit dieser Idee. Das erfahrene Entwicklungsteam konnte das Vorhaben aber besonders effektiv in die Tat umsetzen und so einen der wichtigsten Schritte in diesem Zusammenhang machen.

Während an der weltweiten Beliebtheit der Nike Air Max kein Zweifel besteht, sind die Gründe für diese Entwicklung nicht ganz so offensichtlich. Selbstverständlich sind die innovativen Ideen, allen voran die Air Unit, eine der Hauptursachen für den enormen Erfolg. Frank Rudy profitierte bei der Ausarbeitung der Gelkissen sicherlich von seiner Zeit beim amerikanischen Raumfahrtdienst NASA, wo er erstmals mit luftgeformten Gelkomponenten zu tun hatte. Diese setzte er auf unvergleichliche Weise um, sodass sie zu überschaubaren Preisen und mit hoher Zuverlässigkeit den Alltag erobern konnten.

Speziell Tinker Hatfield trug einen großen Teil zur Erfolgsgeschichte bei. Der Designer war nicht nur an den Nike Air Max 1, sondern ebenso an den ersten Nike Jordan beteiligt. Dass Michael Jordan mit der ersten Farbvariante gar nicht so zufrieden war, weil sie ihn an ein rivalisierendes Team aus seiner Collegezeit erinnerte, sei hier nur am Rande erwähnt. Inspirieren lassen konnte Hatfield sich von seiner Vergangenheit, die er teilweise in der Architektur verbracht hatte. Darüber hinaus war er sportlich kein unbeschriebenes Blatt: 1976 scheiterte der ehemalige Stabhochspringer nur knapp an der Ausscheidung für Olympia. Folglich hatte er nicht nur ein Gespür für ausgefallene, aufsehenerregende Designs, sondern kannte darüber hinaus die Problemstellen bei herkömmlichen Sportschuhen. Mit diesem Wissen kreierte er einige der erfolgreichsten Sneaker aller Zeiten. Laut eigener Aussage sah Hatfield ein Problem bei der neuartigen Air-Technologie: In der Mittelsohle würde man diese weder sehen noch verstehen können. Dies war etwa beim Nike Air Max Tailwind der Fall. Er setzte sich also zum Ziel, genau diese Schwierigkeit aus der Welt zu schaffen und kreierte das noch heute typische Sichtfenster, das den Blick auf die federnden Gelkissen freigibt. Der Plan ging uneingeschränkt auf und Käufer waren von Optik und Funktion gleichermaßen begeistert.

Übrigens sollte man nicht davon ausgehen, dass Hatfield den Nike Air Max One in einer Nacht mit viel Kaffee zu Papier brachte. Stattdessen unterlag die komplette Gestaltung einem aufwendigen Prozess mit mehreren Schritten. Der Nike Air MaxZero war beispielsweise noch vor dem 1 entstanden und trug damit maßgeblich zum späteren Endprodukt bei. Er gilt als eine Art Entwurf, die lediglich eine Etappe auf dem Weg zum bekanntesten Sportschuh der Welt darstellt.

Das Farbkonzept und seine Entwicklung

Heutzutage ist die komplette Produktpalette bei Nike für die individuellen und außergewöhnlichen Farbkombinationen bekannt. Spätestens seit Einführung der weitgehend frei gestaltbaren Nike ID sind dem eigenen Geschmack nahezu keine Grenzen mehr gesetzt. Dieser Schachzug brachte Nike zahlreiche Vorteile: Durch die durchaus überschaubare Preisgestaltung für einen speziell angefertigten Schuh konnte die allgemeine Produktion heruntergefahren werden. Gleichzeitig stellte man dem Kunden ein nahezu unerschöpfliches Kontingent zur Verfügung, das sich ohne Weiteres mit allen erdenklichen Outfits kombinieren ließ. Doch auch die einfachen Editionen sind meist in unzähligen Ausführungen erhältlich, die größtenteils sogar die herkömmliche Geschlechtertrennung sprengen: Zwar sind Pink und Gelb noch immer bei der Damenwelt beliebt, die Abgrenzung ist aber längst nicht mehr so deutlich.

Mit dem ursprünglichen Design der Nike Air Max 1 haben die teils grell-bunten Gestaltungen aber nicht mehr viel zu tun. Berühmtheit erlangte der Schuh unter anderem durch die auffällige Farbgebung in Rot-Weiß. Schon dies war eine wichtige und Entscheidung des Unternehmens, die ihm viel Aufmerksamkeit einbrachte: Laufschuhe waren in erster Linie auf Funktion ausgelegt und auch die Neuerscheinung bildete keine Ausnahme. Gerade im Außeneinsatz wurden aus naheliegenden Gründen dunkle Farben bevorzugt. Tinker Hatfield orientierte sich bezüglich Farbe und Form am Pariser Kulturzentrum Centre Pompidou, dessen beeindruckende Außentreppe diese Kombination aufweist. Wie sich herausstellen sollte, traf er damit exakt den Zeitgeist. Nicht ohne Grund lehnten zahlreiche Konkurrenten ihre folgenden Modelle mehr oder weniger stark am Nike Air Max 1 an.

Die Ausweitung der Möglichkeiten für den Endkunden hatten ebenfalls ihren Grund. Speziell im Lauf der 90er Jahre erweiterte sich das Modebewusstsein vieler Jugendkulturen. Die Individualität stand im Vordergrund und die immer gefragteren Freizeitschuhe sollten dabei nicht zu kurz kommen. So waren die neuen Angebote ideal, um das komplette Outfit farblich abzustimmen und auf diese Weise ein abgerundetes Erscheinungsbild zu kreieren. Was beim ursprünglichen Einsatz als Sportschuh eher zweitrangig war, wurde nun immer wichtiger. So arbeiteten die Designer daran, die mehrfach bewährte Funktionalität mit abwechslungsreichen, eleganten Designs zu vereinen.

Heute ist die Nike Air Max Serie derart umfangreich, dass sich die Suche nach dem richtigen Modell gar nicht mehr so einfach gestaltet.

Nike Air Max Thea

Der Nike Air Max Thea ist eine der wichtigsten aktuellen Entwicklungen der Marke. Die umfangreiche Serie wurde zu Beginn speziell für Frauen entwickelt und äußert das auch in ihrer Bauform: Insgesamt ist das gesamte Upper vergleichsweise schmal gehalten, um den weiblichen Proportionen besser gerecht zu werden. Die Zielgruppe macht sich ebenso in der Farbgestaltung bemerkbar: Zahlreiche Ausführungen kombinieren beispielsweise Rosa oder Pink mit einer weißen Sohle. Als Frau muss man zudem nicht auf schlichte Varianten verzichten und der Nike Air Mex Thea ist problemlos in Schwarz, Weiß oder Grau erhältlich. Während die Grundvariante sich durch ein leichtes Upper und möglichst wenig Gewicht auszeichnete, kombinierte Nike Neuerscheinungen ständig mit anderem Schuhwerk: Ein halbhoher Schaft und ein Leder-Upper lassen den Turnschuh beispielsweise wie einen Stiefel aussehen, andere Angebote sind gar mit Absätzen und vergleichbaren Elementen ausgestattet. Den Möglichkeiten sind mit der flexiblen Grundform nahezu keine Grenzen gesetzt und die Kombination mit lockeren oder eleganteren Outfits ist ohne Weiteres denkbar. Obwohl der Nike Air Max Thea in erster Linie für Frauen entwickelt wurde, konnte er sich der Aufmerksamkeit der Herren nicht lange entziehen. Da kaum ein Herrenmodell einen vergleichbar engen Schnitt aufweisen konnte, griffen immer mehr Männer auf diese Alternative zurück. Ein weiteres Argument war das schlichte und doch ansehnliche Design, das sich nahezu unbegrenzt kombinieren ließ.

Nike Air Max Tavas

Als Ergebnis dieses Interesses beschloss Nike, ein tatsächlich für Herren entworfenes Modell zu entwickeln. Schließlich war die enge Passform des Nike Air Max Thea zwar durchaus beliebt, für die meisten Männerfüße aber etwas zu knapp bemessen. Häufig musste also ein Kompromiss zwischen Länge und Breite eingegangen werden. Mit der Vorstellung des Nike Air MaxTavas sollte sich das erledigen. Schon auf den ersten Blick fällt die grundlegende Ähnlichkeit dieser Exemplare ins Auge. Der Tavas behielt die schmale Passform weitgehend bei, erweiterte sie aber geringfügig, um männlichen Proportionen besser gerecht werden zu können. Gleichzeitig behielt man das simple Erscheinungsbild bei und nutzte erneut eine breite Palette verschiedener Kolorierungen. So setzte der Tavas die größten Vorteile des Thea gekonnt fort und stellte einen beliebten Freizeitschuh für jede Gelegenheit. Wie immer wird in diesem Zusammenhang die Funktion nicht vernachlässigt und der Nike Air Max Tavas ist ein umfassender Sportsneaker, insbesondere für Läufer.

Nike Air Max 90

Die Grundlage für die unheimliche Beliebtheit des Nike Air Max 90 war wohl das auffällige Farbmuster. Der als Infrarot bezeichnete Ton zog schnell die Blicke auf sich. Hinzu kam die relativ dicke Sohle, in deren hinteren Bereich sich ein großes Fenster für die Air Unit befand. Nachdem das Modell zwischenzeitlich unter den Bezeichnungen Air Max oder Air Max III fortgesetzt wurde, erhielt es 2000 wieder den ursprünglichen Namen. In erster Linie zeichnet sich der Air Max 90 durch seine klare Linienführung und eine bequeme Polsterung aus. Auch das Emblem über dem Sichtfenster, das die Aufschrift Air Max trägt, gehört zu den Erkennungsmerkmalen dieses Modells. Die ursprüngliche Färbung ist noch heute beliebt und wird bei zahlreichen anderen Schuhen genutzt. Der Nike Air Max 90 ist aber ebenso in vielfältigen ein- oder mehrfarbigen Varianten erhältlich. Wiederum sind die Kombinationsmöglichkeiten also weitgehend uneingeschränkt.

Nike Air Max 1

Fast jeder Anbieter beschreibt den Nike Air Max 1 als Legende oder Meilenstein im Bereich der Freizeit- und Sportschuhe – und das mit gutem Grund. Seit der Veröffentlichung 1987 orientierte sich fast die gesamte Markenwelt an diesem durchschlagenden Erfolg. Der Nike Air Max 1 war der erste Schuh, der die neu entworfene Air Unit nutzte und so das damals einzigartige Gefühl des leichten Gangs kreieren konnte. Trotz des hohen Komfortfaktors ist der Air Max 1 vergleichsweise dünn geschnitten und liegt so sehr angenehm am Fuß. Das Gelkissen reicht bis in den Bereich des Mittelfußes, was grob am Verlauf der Außensohle erkennbar ist. Deren fast aerodynamischer Verlauf gehört zu den typischen Merkmalen. Ein direkt darüber befindlicher, umlaufender Aufsatz bietet sich an, um farbliche Akzente zu setzen, was häufig realisiert wird. Wie alle anderen Modelle wurde der Nike Air Max 1 ständig verbessert und beispielsweise mit moderner Mesh-Oberfläche versehen, um die Eigenschaften noch zu verbessern.

Nike Air Max Bildergalerie